Möglichkeiten und Ablauf einer Hypnotherapeutischen Grundausbildung

posted am: 25 September 2020

Als Hypnotherapie ist eine Therapieform zu verstehen, bei der die Wirkung von Trancezuständen und Suggestionen genutzt wird, um Heilungsprozesse bei den Klienten zu bewirken. Es wird davon ausgegangen, dass Trancezustände schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte zu Heilungszwecken eingesetzt wurden.

In heutiger Zeit ist der Begriff des Hypnotiseurs leider etwas in Verruf geraten.
Schuld ist die Darstellung in Hollywood Filmen und Serien, denn dabei wird der Vorgang des Hypnotisierens übertrieben dargestellt.
Wer sich aber mit dem Dasein eines Hypnotiseurs eingehender beschäftigt hat, der stellt fest, dass die übertriebene Darstellung nicht viel mit der Realität zu tun hat.
Die Hypnotherapeutische Grundausbildung bis hin zum ausgebildeten Hypnotiseur ist wissenschaftlich fundiert und seit 2006 ist die Hypnotherapie ein anerkanntes therapeutisches Verfahren gemäß §11 des Psychotherapeutengesetzes.

Wie verläuft die hypnotherapeutische Grundausbildung?

Prinzipiell kann jeder, also sowohl bisher unerfahrene und nicht ausgebildete Therapeuten als auch ausgebildete Psychotherapeuten, die ihre Behandlungsmöglichkeiten erweitern wollen, eine solche Ausbildung absolvieren. Hierzu gibt es zwischenzeitlich vielerlei Optionen. Zum einen kann die hypnotherapeutische Grundausbildung im Rahmen eines online Seminares in mehrtägigen oder auch als Tagesseminar gebucht werden. Wer sich lieber vor Ort ausbilden lassen möchte, kann dies natürlich auch in "Vor-Ort-Seminaren" in Anspruch nehmen.

Inhalte der Ausbildung:

Typische Inhalte der Ausbildung sind Grundlagentechniken, um Hypnosezustände beim Patienten zu erreichen. Diese Art der Tiefenentspannung nennt man auch hypnotische Trance. Eine bekannte Art der Hypnotherapie stellt die sogenannte Hypnotherapie nach Erikson dar. Bei dieser Herangehensweise wird mit Analogien, Wortspiele oder Metaphern gearbeitet. Ziel dabei soll es sein, dem Klienten, während er im Trancezustand verweilt, neue Lösungsvorschläge für seine Probleme zu erhalten.

Der Ansatz von Erikson beschäftigt sich mit dem unbewussten Teil des Gehirns. Seiner Auffassung nach sitzt dort nicht das Zentrum der verdrängten Erinnerungen, sondern eine Quelle der Kreativität. Der bewusste Teil des Gehirns wird dabei als störend empfunden, um an diesen unbewussten Teil zu gelangen. Der Übergang in den Trance Zustand soll dabei helfen, in den unbewussten Teil einzudringen.

Für wen ist die Hypnosetherapie geeignet?

Klienten ersuchen die Hilfe eines Hypnotiseurs meist, wenn sie gewisse Verhaltensweisen und Denkmuster aus eigener Kraft nicht ändern können. Zu den typischen Verhaltensstörungen zählen Süchte (bspw. Zigaretten- oder Alkoholsucht), Ängste, Depressionen oder neurotische Verhaltensweisen.

Hinreichende wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Hypnosetherapie gibt es vor allem bei der Behandlung von Schmerzen und der Abgewöhnung von Süchten und Zwangsstörungen.

Fazit:

Die Hypnotherapie ist eine anerkannte Therapiemethode, um ins Unterbewusstsein des Klienten einzudringen, um dort Veränderungen vorzunehmen. Ohne einen Trancezustand ist es schwierig, dort hinzugelangen. Am Ende ist jeder Mensch individuell und daher muss die Herangehendweise auf den jeweiligen Klienten zugeschnitten sein. Man kann sich auf Seiten, wie von ITEM GbR - Dr. Ursula Helle, informieren.

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